Into the gap (Remastered 2026) André Nendza
Album Info
Album Veröffentlichung:
2026
HRA-Veröffentlichung:
25.09.2026
Das Album enthält Albumcover
- 1 Rails (remastered 2026) 08:20
- 2 A Late Departure (remastered 2026) 04:55
- 3 For The Night (remastered 2026) 07:56
- 4 Lichtblau Suite Eleven (remastered 2026) 05:00
- 5 Lichtblau Suite Five (remastered 2026) 08:07
- 6 Lichtblau Suite Nine (remastered 2026) 05:28
- 7 Lichtblau Suite Seven (remastered 2026) 06:09
- 8 We'll Make A Date (remastered 2026) 08:44
- 9 My Beloved Everything (remastered 2026) 07:16
- 10 The Concept Of North (remastered 2026) 09:23
Info zu Into the gap (Remastered 2026)
30jähriges Jubiläum: Der Sommer 1996 stand ganz im Zeichen der Aufnahmen meines Albums „Into the gap“ mit meinem damaligen Septett.
Dieses Album war das erste unter eigenem Namen (und nach Stefan Heidtmanns „Pink“ die zweite überhaupt) und für mich ein ganz wichtiger Schritt vom Jazzstudenten in die „richtige“ Welt des Jazz. Ein in die Öffentlichkeit treten und sich verantwortlich für sein musikalisches Tun erklären. Kurz: ein Schalter wurde umgelegt!
Wenn ich die Aufnahmen heute höre, empfinde ich zunächst viel Dankbarkeit darüber, dass so großartige Musiker an der Umsetzung der Kompositionen mitgewirkt hatten.
Stephan Meinberg an Trompete und Flügelhorn war schon damals ein detailverliebter Perfektionist, der jedes Projekt nach vorne treibt. George Tjong Ayong an den Saxofonen: pures Talent mit immenser Leichtigkeit. Martin Schäfer am Baritonsax brachte die Tradition ins Spiel (durch in Ihn bin ich bis heute Art Pepper Fan) und hat sich zugleich auf das, was er immer #11-Jazz nannte, eingelassen. Und Thomas Loup an der Posaune war im gewissen Sinne zu diesem Zeitpunkt der Professionellste von uns. Er konnte alles einfach immer direkt vom Blatt mit tollem Sound spielen und war der Erste, der mir gezeigt hat, das auf der Posaune vieles denkbar ist.
Der Pianist Martin Speight spielt ungemein geschmackvoll und mit toller Phrasierung und immer passenden Voicings. Und Christoph Hillmann? Wir kennen uns über 40 Jahre, aber diese Aufnahmen stehen am Anfang einer intensiven Musikbeziehung, die die folgenden Jahre bis heute prägen. Auf dieser Aufnahme hört man schon so manche Anfänge von Spielstraßen, die sein Spiel (und auch unser Zusammenspiel) in den kommenden Jahren weiterentwickelt prägen würden.
Dieses Album entstand nicht aus dem Nichts. Meine ersten Experimente unter eigenem Namen begannen schon Anfang der 90ger und führten dann zu der Besetzung auf dem Album. Ekkehard Sassenhausen, Michael Hennig, Stefan Beck und vor allem Christian Thomé waren wichtige Wegbegleiter dieser ersten Phase. Sie haben unzählige Proben mit unfertigen Stücken und manch fragwürdigen Gig mitgemacht.
Die Musik auf „Into the gap“ zeigt viele Facetten von Jazz, die dann in den folgenden Jahren weiter vertieft wurden. Das meiste klingt für damals immer noch recht junge Musiker erstaunlich souverän, denn die Band ist gut eingespielt. Eine Folge von vielen Proben, Konzerten und auch individueller Vorbereitung.
Man hört: Alle wollten, dass es gut wird!
Ich selbst hatte gar nicht weit vorher die Entscheidung, den Kontrabass zum Hauptinstrument zu machen, getroffen. Dennoch höre ich manches, was ich heute so oder ähnlich immer noch spielen würde. Und manches, was heute – vor allen Dingen solistisch und in Sachen Variantenreichtum – selbstverständlicher von der Hand ginge.
Aufgenommen wurde das Album im THS-Studio von Holger Siedler in Düsseldorf. Holger hatte in den Räumlichkeiten seiner Reparatur Meisterwerkstatt ein Studio gebaut. Kollegen wie Wolfgang Engstfeld, Peter Weiss und Lutz Potthof hatten dort erste Alben aufgenommen. Wir konnten wegen Kundenbetrieb und Störung der Nachbarn nur über verlängerte Wochenenden aufnehmen. Da wir zu diesem Zeitpunkt alle noch nicht super erfahren in Sachen „Aufnehmen für die Ewigkeit“ waren, war mir wichtig, möglichst viel Studio,- und Mischzeit aus meinem vorhandenen Budget herauszuholen. Holger machte einen mehr als fairen Preis und steckte zudem viel Herzblut in die Aufnahme. Ich erinnere mich beispielsweise daran, dass wir bei einer Vorproduktion einen Tag alle Titel in den Räumlichkeiten des THS-Studios aufnahmen und sich dabei herausstellte, dass eine weitere Kabine zwecks Abtrennung für den Kontrabass hilfreich wäre. Bis zur eigentlichen Aufnahme hatte Holger diese in einem Nebenraum inklusive Sichtfenster gebaut!
André Nendza, Kontrabass, Komposition, Arrangement
Martin Speight, Klavier
Stephan Meinberg, Trompete, Flügelhorn
George Tjong Ayong, Saxofon
Martin Schäfer, Baritonsaxophon, Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Thomas Loup, Posaune
Christoph Hillmann, Schlagzeug
Digitally remastered
Keine Biografie vorhanden.
Dieses Album enthält kein Booklet
