Haydn: String Quartets, Vol. 21 Leipziger Streichquartett
Album Info
Album Veröffentlichung:
2026
HRA-Veröffentlichung:
06.03.2026
Label: Musikproduktion Dabringhaus und Grimm
Genre: Classical
Subgenre: Chamber Music
Interpret: Leipziger Streichquartett
Komponist: Franz Joseph Haydn (1732-1809)
Das Album enthält Albumcover Booklet (PDF)
- Joseph Haydn (1732 - 1809): String Quartet in A Major, Op. 55 No. 1, Hob. III: 60:
- 1 Haydn: String Quartet in A Major, Op. 55 No. 1, Hob. III: 60: I. Allegro 08:58
- 2 Haydn: String Quartet in A Major, Op. 55 No. 1, Hob. III: 60: II. Adagio cantabile 04:19
- 3 Haydn: String Quartet in A Major, Op. 55 No. 1, Hob. III: 60: III. Menuet 03:10
- 4 Haydn: String Quartet in A Major, Op. 55 No. 1, Hob. III: 60: IV. Finale. Vivace 02:46
- String Quartet in F Minor, Op. 55 No. 2, Hob. III: 61:
- 5 Haydn: String Quartet in F Minor, Op. 55 No. 2, Hob. III: 61: I. Andante o più tosto allegretto 09:52
- 6 Haydn: String Quartet in F Minor, Op. 55 No. 2, Hob. III: 61: II. Allegro 08:07
- 7 Haydn: String Quartet in F Minor, Op. 55 No. 2, Hob. III: 61: III. Menuet. Allegro 04:45
- 8 Haydn: String Quartet in F Minor, Op. 55 No. 2, Hob. III: 61: IV. Finale. Presto 05:18
- String Quartet in B-Flat Major, Op. 55 No. 3, Hob. III: 62:
- 9 Haydn: String Quartet in B-Flat Major, Op. 55 No. 3, Hob. III: 62: I. Vivace assai 07:14
- 10 Haydn: String Quartet in B-Flat Major, Op. 55 No. 3, Hob. III: 62: II. Adagio ma non troppo 05:45
- 11 Haydn: String Quartet in B-Flat Major, Op. 55 No. 3, Hob. III: 62: III. Menuet 04:10
- 12 Haydn: String Quartet in B-Flat Major, Op. 55 No. 3, Hob. III: 62: IV. Finale. Presto 04:39
Info zu Haydn: String Quartets, Vol. 21
Mit den drei Quartetten op. 55 lässt das Leipziger Streichquartett Haydns reifes Genie lebendig werden. Diese Werke zeigen den Komponisten auf dem Höhepunkt der Klassik, in denen sich Eleganz, Witz und tiefgründige musikalische Einsichten vermischen. In den Händen des Quartetts kommt jede Nuance und jede Verzierung zur Geltung und bietet den Zuhörern eine unvergessliche Reise durch Haydns zeitlose Kunst.
Nr. 1 strahlt Brillanz aus, beginnend mit seinem energiegeladenen Thema, fließenden Figuren, virtuosen Triolen und einer charakteristischen unerwarteten Modulation, die den Ton für das Werk angibt. Haydns Erfindungsreichtum kommt durchweg zum Tragen, vom edlen und fein komponierten Adagio cantabile über das Menuett und Trio bis hin zum lebhaften Finale, das sich durch ein fantasievolles Zusammenspiel der Instrumente, subtile formale Erweiterungen und eine selbstbewusste Rückkehr zur Tonika auszeichnet.
Der Legende nach tauschte Haydn „sein bestes Quartett” gegen englische Rasiermesser ein, was der Nr. 2 ihren Spitznamen einbrachte. Bemerkenswert ist, dass sie mit einem langsamen, ausdrucksstarken Variationssatz in f-Moll beginnt. Der Wechsel zwischen Moll und Dur schafft eine klangliche Schwebe, die ein Gefühl der klanglichen Instabilität erzeugt. Diese Spannung wird im spitzen Allegro und im kontemplativen Menuett noch verstärkt, bevor ein überschwängliches, jigartiges Finale entschlossen ein triumphales F-Dur bekräftigt.
Nr. 3 beginnt mit auffallender Einfachheit, wobei ein Unisono-Motiv aus absteigenden Sekunden in seufzende Figuren und ein lebhafteres zweites Thema übergeht, die Haydn meisterhaft durch prägnante Modulation, Kontrapunkt und Fugato entwickelt. Seine Erfindungsgabe setzt sich fort mit einem von Variationen durchdrungenen Adagio in Frage-und-Antwort-Form, einem Menuett, dessen Schlussgeste das Trio einleitet, und einem virtuosen Presto-Finale, das das Quartett zu einem rasanten und entschiedenen Abschluss treibt.
Leipziger Streichquartett
Das Leipziger Streichquartett
hat sich in den 35 Jahren seines Bestehens zu einem der gesuchtesten und vielseitigsten Ensembles dieser Gattung entwickelt. 1988 gegründet, waren drei seiner Mitglieder im Leipziger Gewandhausorchester tätig, bis sie nach intensiven Studien bei Gerhard Bosse und Karl Suske in Leipzig, dem Amadeus-Quartett in London und Köln, Hatto Beyerle in Hannover und Walter Levin in Lübeck 1993 das Orchester verließen, um sich fortan ausschließlich der Kammermusik zu widmen.
Seitdem hat das Ensemble zahlreiche internationale Ehrungen und Preise erhalten.
So gewann es 1991 den renommierten internationalen ARD-Wettbewerb in München und den Gebrüder-Busch-Preis; im folgenden Jahr wurde es mit dem Förderpreis des Siemens-Musikpreises ausgezeichnet, ausserdem erhielt es ein Stipendium des Amadeus Scholarship Fund und der Stiftung Kulturfonds.
Über 25 Jahre gestaltete das Ensemble seine eigenen Konzertreihe »Pro Quatuor« in Leipzig; daneben führten eine rege Konzerttätigkeit und regelmäßige Einladungen zu namhaften Festivals in über 40 Länder Europas, der USA und Südamerikas, sowie Australien, Japan, Israel, Afrika und Asien.
Die langjährige Zusammenarbeit mit musikalischen Partnern wie dem Klarinettisten Karl Leister, dem Cellisten Michael Sanderling, den Bratschisten Barbara Buntrock und Hartmut Rohde, den Pianisten Alfred Brendel, Menahem Pressler, Andreas Staier und Christian Zacharias, den Sopranistinnen Juliane Banse und Christiane Oelze, dem Bariton Olaf Bär oder dem »King of Klezmer« Giora Feidman haben über viele Jahre das Repertoire des Ensembles bereichert.
Seit 1992 spielt das Ensemble sein umfangreiches Repertoire – darunter Gesamteinspielungen der Werke von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart sowie der gesamten Zweiten Wiener Schule – exklusiv für die Firma Musikproduktion Dabringhaus und Grimm auf CD ein.
Die entstandenen Aufnahmen – mittlerweile liegen etwa 100 Einspielungen vor – werden von der internationalen Fachkritik hochgeschätzt und erhielten zahlreiche Ehrungen wie den Diapason d’Or, den Premios CD-Compact, den Indie Award und fünf ECHO-Klassik-Preise.
Momentan widmet sich das Ensemble dem Streichquartettschaffen Joachim Raffs sowie der Gesamtaufnahme der Haydn’schen Streichquartette, die 2024 abgeschlossen sein soll.
Ein wichtiges Anliegen war immer auch die Beschäftigung mit zeitgenössischen Komponisten — so kamen zahlreiche Uraufführungen von Beat Furrer, Jörg Widmann, Wolfgang Rihm, Steffen Schleiermacher, Christian Ofenbauer, Siegfried Thiele, Bernd Franke, Cristóbal Halffter und vielen anderen zustande; im Jahr 2022 stand die Aufführung der »Plappergeister« von Thomas Agerfeldt Olesen beim WDR-Funkhauskonzert in Köln auf dem Programm.
Das LSQ war auf Einladung von Claudio Abbado 10 Jahre lang Mitglied des Lucerne Festival Orchestra und nahm von 2009–2014 eine Gastprofessur an der Tokyo University of the Art (Geidai) wahr.
Booklet für Haydn: String Quartets, Vol. 21
