Black Mozart Jon Batiste
Album info
Album-Release:
2026
HRA-Release:
14.08.2026
Label: Jon Batiste - Black Mozart
Genre: Classical
Subgenre: Classical Crossover
Artist: Jon Batiste
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- 1 Facile-Batiste 04:55
- 2 Alla Blues 02:49
- 3 Alla Turc Movement 03:16
- 4 Shine 02:27
- 5 Twinkle 02:23
- 6 Processional 02:52
- 7 Country Zart 02:50
- 8 Molto 02:16
- 9 Molto In Cayo Hueso 07:35
- 10 Gospel Andante 03:55
Info for Black Mozart
Mit dem Solo-Piano-Album “Black Mozart“ setzt der mehrfache Grammy- und Oscar-Preisträger Jon Batiste seine Batiste Piano Series fort. Das Veröffentlichungsdatum fällt bewusst auf den 19. Juni (Juneteenth), um den tieferen kulturellen Kontext des Albums zu unterstreichen, auf dem Batiste erneut die klassische Musiktradition durch eine afroamerikanische musikalische Linse neu interpretiert. Das Vorgängeralbum “Beethoven Blues“ stieg 2024 auf #1 der Billboard Classical Charts und begeisterte Fans wie Kritiker: “Einzigartige Blues- und Gospel-Versionen“ (Associated Press), “Verbindet Beethovens melodische Feinheiten mit improvisatorischer Freiheit“ (Jazzthing).
Mit “Black Mozart“ (Vol. 2) führt Batiste sein Konzept jetzt konsequent weiter und interpretiert klassische Musik neu, ohne ihren Kern zu verlieren. Im Mittelpunkt steht mit Wolfgang Amadeus Mozart ein Komponist, dessen klare Melodien und komplexe Strukturen bis heute wirken. Batiste verbindet diese Qualitäten mit Einflüssen aus Jazz, Blues und Gospel – ein ungekünstelter, emotionaler Dialog zwischen klassischer Musik und afroamerikanischen Traditionen.
Jon Batiste, der in eine lange Reihe von Musikern aus Louisiana hineingeboren wurde, absolvierte eine Ausbildung zum klassischen Pianisten und erwarb sowohl den Bachelor- als auch den Mastertitel im Fach Jazzklavier an der Juilliard School. Wie er der New York Times in einem Porträt über das erste Album der Reihe verriet, reicht seine Liebe zur Verschmelzung eigener Musik mit den Klassikern bis in seine Teenagerjahre zurück; damals improvisierte er bei seinen Auftritten in New Orleans über Werke von Chopin und Bach.
Im August heißt es dann gleich zweimal Batiste meets Monk: Jon Batiste widmet sich einer Ikone des Jazz – Thelonious Monk. Die Idee der Batiste Piano Series reicht über die bloße Auseinandersetzung mit klassischen Komponisten hinaus, seine Neuinterpretationen klassischer Vorbilder decken Verwandtschaftslinien auf, die in alle Richtungen weisen; denkt Batiste an Mozart, gilt der nächste Gedanke des Pianisten oft Thelonious Monk. “Monk Meditations“ (Vol. 3) und “Monk Movements“ (Vol. 4), zwei Folgen, da – wie Batiste betont – “eine nicht ausreichte“, sind Monk gewidmet; sie veranschaulichen nicht nur Batistes Sicht auf ihn als ein modernes Pendant zu Mozart, sondern würdigen zugleich eine überragende Persönlichkeit, die auf Batiste selbst einen unermesslichen Einfluss ausgeübt hat.
Obwohl beide Alben vom selben Künstler inspiriert sind, bietet die Komplexität von Monks Musik Raum für viele unterschiedliche Herangehensweisen – und Batistes zwei Alben beschreiten dabei ganz unterschiedliche Wege: “Monk Meditations“ ist das wohl erste meditative “New Age“-Album, das von Thelonious Monk inspiriert wurde; “Monk Movements“ hingegen interpretiert dessen klassische Jazz-Kompositionen als virtuose, großangelegte Klavierstücke neu. Batistes Absicht bei allen drei Alben besteht darin, „ein musikalisches Gespräch zwischen Monk und Mozart zu kuratieren – mit mir am Klavier -, um beide Künstler zu würdigen und zu ihrem miteinander verwandten Erbe beizutragen“.
Ich habe „Black“ von Mozart in der Tradition von Herrn Batiste neu interpretiert und es mit Einflüssen aus Jazz, Ragtime, Stride, Blues und Stomp bereichert, dabei aber seine Kernessenz als moderne klassische Musik bewahrt. Wie mein letztes Album dieser Reihe, „Beethoven Blues“, ist auch dieses ein Dialog ohne Worte – nicht über Genres, sondern über Gemeinsamkeiten, Improvisation, Ausdruck und Unschuld, in jenem spirituellen Bereich, in dem M wirklich lebt.“ – Jon Batiste
Jon Batiste, Klavier
Arrangiert und produziert von Jon Batiste
Aufgenommen von Kaleb Rollins in den Jefferson Parish Studios
Jon Batiste
Sänger und Pianist Jon Batiste ist in Deutschland noch ein unbeschriebenes Blatt. In den USA ist das anders, dort versammeln sich um ihn herum sofort größere Menschenmengen. Der Grund: Batiste ist Bandleader in der populären "The Late Show With Stephen Colbert", wo er nicht nur für den musikalischen Teil zuständig ist, sondern sich auch mit dem Talkmaster Gag-reiche Wortwechsel liefert und in schrägen Sketches zu sehen ist. Mit diversen Stars wie Ed Sheeran, Lenny Kravitz, Billy Joel, Will Smith, Stevie Wonder, Wynton Marsalis oder John Legend ist er schon in der Show aufgetreten und hat fast ebenso viel Prominenz als Musiker im Studio und auf der Bühne begleitet.
Der 1986 in Kenner/Louisiana geborene Batiste (seiner Geburtsstadt zollt er in dem R'n'B-Opener "Kenner Boogie" Tribut) gehört einer der bedeutendsten Musikerdynastien New Orleans' an. In der Late Show verriet er einmal, dass 30 seiner Cousins Musiker sind. Mit acht Jahren begann er in der familiären "Batiste Brothers Band" Schlagzeug zu spielen, bevor er mit elf zum Klavier wechselte. Sein Talent zeigte er schon damals, indem er insgeheim die Musik von ihm geliebter Videospiele wie "Street Fighter Alpha" und "Sonic the Hedgehog" in Pianopartituren verwandelte.
Die Komposition "Green Hill Zone" aus dem "Sonic the Hedgehog"-Videospiel hat es nun auch auf sein Album "Hollywood Africans" geschafft und steht neben dem bluesigen New-Orleans-Evergreen "St. James Infirmary", Charlie Chaplins sentimentaler Ballade "Smile", dem Jazz-Standard "The Very Thought Of You" und Louis Armstrongs ikonischem Welthit "What A Wonderful World". All diese Titel, sowie sechs eigenen Kompositionen, eine davon mit etwas Inspirationshilfe von Frédéric Chopin, lässt Jon Batiste auf ungekünstelte Art ganz persönlich klingen.
Daran ist auch Produzentenlegende T Bone Burnett beteiligt, der bei den Grammys schon zweimal als Produzent des Jahres ausgezeichnet wurde und weitere Grammy-Ehrungen u.a. für den Soundtrack "O Brother Where Art Thou?" und "Raising Sand" von Robert Plant und Alison Krauss erhielt. Batiste und Burnett trafen sich in Los Angeles auf einer Geburtstagsfeier für U2-Sänger Bono. Die Gäste - darunter Pharrell Williams, Herbie Hancock und Beck - saßen alle an einem langen Tisch und jeder von ihnen spielte als Geschenk einen Song. Nachdem Batiste seine Nummer aufgeführt hatte, begann er sich mit Burnett zu unterhalten und erkannte in ihm schnell eine verwandte musikalische Seele. Schnell wurden Pläne für ein gemeinsames Projekt geschmiedet.
Gemeinsam traf man sich in den Esplanade Studios in New Orleans. "Das ist eine alte Kirche, die in ein Studio mit einer erstaunlichen Akustik umgebaut wurde", berichtet Batiste. "Der Sound hat eine besondere Qualität, es klingt fast, als säße man direkt unter dem Klavier. Unser Ziel war, an etwas zusammenzuarbeiten, das für uns beide authentisch ist. Was dabei herauskam, ist ein auf das Wesentliche reduziertes Porträt von mir."
Wer hierzulande also diesen schlaksigen, charmanten Amerikaner entdecken möchte, der Zuhause schon die halbe Nation um den Finger gewickelt hat, Dauergast in den TV- und Musikstudios ist, mit Spike Lee Filmmusik produziert, in der "Musiker unter 30"-Liste des Forbes-Magazin geführt wird und ganz nebenbei noch Zeit findet, in Modekampagnen von Ralph Lauren, Barneys, Nordstrom und Frye Boots aufzutauchen, der wird ihn nicht besser kennenlernen können als mit diesem ganz persönlichen Album.
This album contains no booklet.
